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Die Berufsfachschüler/innen und Fachschüler/innen erhalten in der Vollzeitausbildung keine betriebliche Ausbildungsvergütung. Um den Lebensunterhalt während der Ausbildung zu sichern, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Sollte für Sie keiner der im Folgenden beschriebenen Finanzierungswege in Frage kommen, gibt es für die Ausbildungen zur Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten und zur Erzieherin/zum Erzieher an einigen Berufsfachschulen und Fachschulen Niedersachsens die Möglichkeit einer Ausbildung in Teilzeit.

Schüler-BAföG für Berufsfachschüler/innen

Schüler/innen der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz können Schüler-BAföG erhalten, wenn die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen. Das Schüler-BAföG ist kein Darlehen, die Empfängerin/der Empfänger muss nach der Ausbildung nichts davon zurückzahlen. Um diese Förderung zu erhalten, dürfen Sie zum Ausbildungsbeginn jedoch höchstens 30 Jahre sein. Sie sollten einen Antrag auf Schüler-BAföG frühzeitig stellen, denn es wird immer erst frühestens ab dem Monat gezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde. Eine rückwirkende Auszahlung ist nicht möglich.

Um zu erfahren, ob (und wenn ja, in welcher Höhe) eine Förderung durch das Schüler-BAföG für Sie möglich ist, informieren Sie sich bitte bei einem Amt für Ausbildungsförderung. Da Schüler-BAföG eine „elternabhängige“ Förderung ist, liegt das für Schüler-BAföG zuständige Amt für gewöhnlich in dem Bezirk, in dem die (ehemaligen) Erziehungsberechtigten leben.

Meister-BAföG für Fachschüler/innen

Schüler/innen der Fachschule Sozialpädagogik können das sogenannte "Meister-BAföG“(nach dem AFBG-Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz) erhalten, wenn bei ihnen die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen.

Das Meister-BAföG bezeichnet eine Förderung, die zu 32% aus einem Zuschuss vom Staat und zu 68% aus einem - in der Regel erheblich unter dem marktüblichen Zinssatz liegenden - Darlehen besteht. Die Rückzahlung des Darlehens muss frühestens zwei Jahre und spätestens sechs Jahre nach Ausbildungsende begonnen werden.

Es gibt keine Altersgrenze für die Inanspruchnahme dieser Form des BAföG.

Um zu erfahren, ob (und wenn ja, in welcher Höhe) eine Förderung durch das Meister-BAföG für Sie möglich ist, informieren Sie sich bitte bei dem für Sie zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Telefonische Auskunft zum Meister-BAföG können Sie über eine kostenfreie Info-Hotline unter folgender Rufnummer erhalten: 0800 - 6223634

Weitere Informationen zum Meister-BAföG:


Wichtig: Wer sowohl BAföG für die Ausbildung zur/zum Sozialpädagogischen Assistenz als auch für die Ausbildung zur/zum Erzieherin/Erzieher bezogen hat, hat keinen Anspruch mehr auf BAföG während eines Studiums!

Volljährige Schüler/innen und Studierende, die nicht durch BAföG förderberechtigt sind, können einen Bildungskredit aufnehmen. Dieser muss in voller Höhe und verzinst zurückgezahlt werden. Das Höchstalter zum Bezug des Bildungskredites liegt bei 36 Jahren.

Durch die Bundesagentur für Arbeit oder durch die Jobcenter geförderte Personen, die für eine Nichtschülerprüfung zugelassen worden sind, können an sozialpädagogischen Fachschulen und Bildungseinrichtungen, die über ein AZAV-Zertifikat verfügen, Bildungsgutscheine einlösen. Über den Erhalt von Bildungsgutscheinen entscheiden die Mitarbeiter/innen der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter vor Beginn einer Maßnahme. Bitte lassen Sie sich dort beraten, ob die Förderung über einen Bildungsgutschein für Sie möglich ist.

Derzeit sind Unterstützungen zum Lebensunterhalt während einer schulischen Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher oder zur Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten durch die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter nicht möglich.

Wohngeld

Bei den zuständigen Wohngeldbehörden kann man auf Antrag prüfen lassen, ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht.

Sozialleistungen für Kinder

Erziehungsberechtigte können neben den regulären Sozialleistungen für ihre Kinder bei der Familienkasse prüfen lassen, ob ein Anspruch auf Kinderzuschuss besteht.

Neu seit Mai 2015: Teilzeitausbildung Sozialassistenz für Beschäftigte in Kitas

Für Drittkräfte in Krippengruppen sowie weitere Kräfte in Kindertagesstätten, die die Zugangsvoraussetzungen für den Einstieg in die Klasse 2 Berufsfachschule Sozial-pädagogische Assistent/in erfüllen und eine tätigkeitsbegleitende Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistenz absolvieren wollen, besteht die Möglichkeit auf Förderung durch das Land Niedersachsen. Je Teilnehmerin oder Teilnehmer wird ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von 150,- € gezahlt. Darüber hinaus ist eine Erstattung des Schulgeldes möglich, wenn ein solches für die berufsbegleitende Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule in freier Trägerschaft erhoben wird.