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Die Berufsfachschüler/innen und Fachschüler/innen erhalten in der Vollzeitausbildung keine betriebliche Ausbildungsvergütung. Um den Lebensunterhalt während der Ausbildung zu sichern, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Sollte für Sie keiner der im Folgenden beschriebenen Finanzierungswege in Frage kommen, gibt es für die Ausbildungen zur Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten und zur Erzieherin/zum Erzieher an einigen Berufsfachschulen und Fachschulen Niedersachsens die Möglichkeit einer Ausbildung in Teilzeit.

Wenn Sie eine berufsbegleitende Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten und zur Erzieherin/zum Erzieher aufnehmen wollen, müssen Sie mindestens 10h/Woche in einer Kita beschäftigt werden. Sie können beim Land Niedersachsen (Landesschulbehörde) das monatliche Schulgeld und einen monatlichen Ausbildungszuschuss von 150€ beantragen.Ein Antrag kann auch noch in dem Monat gestellt werden, in dem die Ausbildung bereits begonnen hat.

Hier finden Sie die notwendigen Formulare.

 

Schüler-BAföG für Berufsfachschüler/innen

Schüler/innen der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz können Schüler-BAföG erhalten, wenn die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen. Das Schüler-BAföG ist kein Darlehen, die Empfängerin/der Empfänger muss nach der Ausbildung nichts davon zurückzahlen. Um diese Förderung zu erhalten, dürfen Sie zum Ausbildungsbeginn jedoch höchstens 30 Jahre sein. Sie sollten einen Antrag auf Schüler-BAföG frühzeitig stellen, denn es wird immer erst frühestens ab dem Monat gezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde. Eine rückwirkende Auszahlung ist nicht möglich.

Um zu erfahren, ob (und wenn ja, in welcher Höhe) eine Förderung durch das Schüler-BAföG für Sie möglich ist, informieren Sie sich bitte bei einem Amt für Ausbildungsförderung. Da Schüler-BAföG eine „elternabhängige“ Förderung ist, liegt das für Schüler-BAföG zuständige Amt für gewöhnlich in dem Bezirk, in dem die (ehemaligen) Erziehungsberechtigten leben.

Aufstiegs-BAföG für Fachschüler/innen

Schüler/innen der Fachschule Sozialpädagogik können das Aufstiegs-BAföG (früher: "Meister-BAföG“) nach dem AFBG-Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz erhalten, wenn bei ihnen die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen.

Das Aufstiegs-BAföG bezeichnet eine Förderung, die zu 40% aus einem Zuschuss vom Staat und zu 60% aus einem - in der Regel erheblich unter dem marktüblichen Zinssatz liegenden - Darlehen besteht. Die Rückzahlung des Darlehens muss frühestens zwei Jahre und spätestens sechs Jahre nach Ausbildungsende begonnen werden.

Es gibt keine Altersgrenze für die Inanspruchnahme dieser Form des BAföG.

Um zu erfahren, ob (und wenn ja, in welcher Höhe) eine Förderung durch das Aufstiegs-BAföG für Sie möglich ist, informieren Sie sich bitte bei dem für Sie zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Telefonische Auskunft zum Aufstiegs-BAföG können Sie über eine kostenfreie Info-Hotline unter folgender Rufnummer erhalten: 0800 - 6223634

Weitere Informationen zum Aufstiegs-BAföG:


Wichtig: Wer sowohl BAföG für die Ausbildung zur/zum Sozialpädagogischen Assistenz als auch für die Ausbildung zur/zum Erzieherin/Erzieher bezogen hat, hat keinen Anspruch mehr auf BAföG während eines Studiums!

Volljährige Schüler/innen und Studierende, die nicht durch BAföG förderberechtigt sind, können einen Bildungskredit aufnehmen. Dieser muss in voller Höhe und verzinst zurückgezahlt werden. Das Höchstalter zum Bezug des Bildungskredites liegt bei 36 Jahren.

Derzeit sind Unterstützungen zum Lebensunterhalt während einer schulischen Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher oder zur Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten durch die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter nicht möglich.

Wohngeld

Bei den zuständigen Wohngeldbehörden kann man auf Antrag prüfen lassen, ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht.

Sozialleistungen für Kinder

Erziehungsberechtigte können neben den regulären Sozialleistungen für ihre Kinder bei der Familienkasse prüfen lassen, ob ein Anspruch auf Kinderzuschuss besteht.

Neu seit Mai 2015: Teilzeitausbildung Sozialassistenz für Beschäftigte in Kitas

Für Drittkräfte in Krippengruppen sowie weitere Kräfte in Kindertagesstätten, die die Zugangsvoraussetzungen für den Einstieg in die Klasse 2 Berufsfachschule Sozial-pädagogische Assistent/in erfüllen und eine tätigkeitsbegleitende Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistenz absolvieren wollen, besteht die Möglichkeit auf Förderung durch das Land Niedersachsen. Je Teilnehmerin oder Teilnehmer wird ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von 150,- € gezahlt. Darüber hinaus ist eine Erstattung des Schulgeldes möglich, wenn ein solches für die berufsbegleitende Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule in freier Trägerschaft erhoben wird.

 

 

Eine Möglichkeit des direkten Einstiegs in eine vergütete Tätigkeit als zusätzliche bzw. dritte Kraft in niedersächsischen Kindergärten (Altersgruppe: 3-6 Jahre) wird vom Land finanziell unterstützt: Über die sogenannte Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten (QuiK)  können auch Personen ohne pädagogischen Berufsabschluss in ausgewählten förderberechtigten Kindertagesstätten beschäftigt werden. So ist es auch möglich, diese vergütete Tätigkeit mit einer tätigkeitsbegleitenden Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent/in zu verbinden. Die Aufnahme einer Ausbildung während einer Beschäftigung über QuiK ist allerdings kein Muss.

Die Richtlinie ist 2017 in Kraft getreten und gerade bis Ende Dezember 2021 verlängert worden.

Es kommen ausschließlich Personen in Frage, die mindestens die Aufnahmevoraussetzungen in die „Klasse 2“ der Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent/in erfüllen. Dies kann unter anderem bei (Fach-)Abiturient/innen und Menschen, die einen mittleren Bildungsabschluss in Verbindung mit einem fachfremden Berufsabschluss in Verbindung mit einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung vorweisen können, der Fall sein. Nähere Informationen zu den Aufnahmevoraussetzungen finden Sie hier.

 

 

 

 

Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter können in Niedersachsen nicht für eine Umschulung zum/zur Erzieher/in eingelöst werden. In umliegenden Bundesländern ist dies jedoch prinzipiell möglich.  Allerdings kann in Niedersachsen die Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent/in über einen Bildungsgutschein finanziert werden. Es können dabei ausschließlich Personen gefördert werden, die die Aufnahmevoraussetzungen in die Klasse 2 dieser Ausbildung erfüllen.

 

Berufsfachschulen „Sozialpädagogische Assistentin/ Sozialpädagogischer Assistent“ können Bildungsgutscheine nur annehmen, wenn sie für den jeweiligen Bildungsgang über eine sogenannte „AZAV-Zertifizierung“ verfügen. Uns liegt keine Auflistung der Berufsfachschulen in Niedersachsen vor, die über diese Zertifizierung verfügen. Interessierten wird empfohlen, sich direkt bei den entsprechenden Berufsfachschulen zu informieren, ob dort eine solche Zertifizierung vorliegt. Eine Liste aller Fachschulen finden Sie hier.

 

Auch die Finanzierung eines Vorbereitungskurses für eine Nichtschülerprüfung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent/in ist in Niedersachsen über einen Bildungsgutschein grundsätzlich möglich.