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Um die Erzieher/innenausbildung beginnen zu dürfen, benötigt man den Abschluss als Sozialpädagogische Assistent/in oder einen gleichwertigen Abschluss. Sozialpädagogische Assistentinnen/Sozialassistenten verfügen über einen Berufsabschluss, der zur Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen qualifiziert. Einsatzorte können beispielsweise Krippen, Kindergärten oder Horte sein. Mit dem Berufsabschluss wird der erweiterte Sekundarabschluss I erreicht. Durch die zusätzliche Belegung spezieller Kurse besteht zudem die Möglichkeit, während der Ausbildung die Fachhochschulreife zu erlangen.

Tipp: Für Personen, die einen fachfremden Berufsabschluss haben oder mit einem pädagogischen Berufsabschluss seit mindestens 5 Jahren nicht mehr im pädagogischen Bereich tätig waren, könnte die berufsbegleitende Ausbildung über das ESF Bundesmodellprogramm „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“ interessant sein.

Sie benötigen mindestens einen Sekundarabschluss 1 (Realschulabschluss) oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss. Ein gleichwertiger Abschluss kann auch durch eine abgeschlossene Berufsausbildung erlangt werden (ob Ihr Ausbildungsabschluss diesen Bildungsabschluss beinhaltet, können Sie auf Ihrem Abschlusszeugnis sehen).

Tipp: Sie erfüllen diese Zugangsvoraussetzung noch nicht? Es gibt Wege, um diese zu erreichen.

In Vollzeit: 2 Jahre 

In Teilzeit: In der Regel 3 Jahre (hier gibt es Unterschiede zwischen den Berufsfachschulen).

Eine Ausbildung in Teilzeit ist an vielen Berufsfachschulen in Niedersachsen möglich. Die einzelnen Schulen geben Ihnen Auskunft darüber.

Es gibt die Möglichkeit, von der aufnehmenden Berufsfachschule direkt in die zweite Klasse der Ausbildung versetzt zu werden. Dafür müssen Sie in einem Aufnahmegespräch davon überzeugen, dass bei Ihnen der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zu erwarten ist, ohne dass Sie dafür die erste Klasse der Berufsfachschule absolvieren müssen. Zudem muss eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein:

oder

  • Hochschulzugangsberechtigung (Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife)

oder

  • abgeschlossene Berufsausbildung (durch Bundes- oder Landesrecht anerkannt, egal in welchem Berufszweig) plus eine abgeschlossene Qualifizierung in der Kindertagespflege

- im Umfang von 160 Stunden mit Berufserfahrung als Tagespflegeperson (3 Jahre mit mindestens 19,5 Stunden/Woche)
- im Umfang von 400 Stunden mit Berufserfahrung als Tagespflegeperson (1 Jahr mit mindestens 19,5 Stunden/Woche)

Siehe hierzu: Anlage 4, Verordnung über berufsbildende Schulen (BbS-VO) Absätze (1), (8)

In Niedersachsen gibt es unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, sowohl den Berufsabschluss Erzieher/in als auch den Berufsabschluss Sozialassistent/in über eine "Nichtschülerprüfung" zu erreichen.

Zumeist beginnen die Ausbildungen zum August jeden Jahres. Aber auch im Februar können vereinzelt Ausbildungsgänge beginnen. Informieren Sie sich bitte direkt bei den Fachschulen für Sozialpädagogik. Anmeldeschluss für den Ausbildungsbeginn im August ist in der Regel Ende Februar!

Die Ausbildung findet an einer Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistent/in statt. 

In der Liste aller Bildungsgänge der berufsbildenden Schulen in Niedersachsen finden Sie auf den Seiten 182 bis 185 die Kontaktdaten aller Berufsfachschulen – Sozialpädagogische Assistentin/Assistent in Niedersachsen.

Neben dem schulischen Teil beinhaltet die Ausbildung auch praktische Anteile. Diese finden in geeigneten Einrichtungen statt und umfassen insgesamt mindestens 600 Zeitstunden. Die Einteilung der Praxisphasen während der Ausbilung liegt in der Verantwortung der jeweiligen Fachschule.

Siehe hierzu die Ergänzenden Bestimmungen für das berufsbildende Schulwesen (EB-BbS) (S.30)

Die Erfahrungen in den Praxisphasen haben für die Ausbildung eine sehr große Bedeutung!

Schulkosten:

In öffentlichen Berufsfachschulen wird keine Gebühr (Schulgeld) für den Besuch erhoben, in Berufsfachschulen in freier Trägerschaft dagegen schon. Informieren Sie sich über die Höhe des Schulgeldes bitte direkt bei den jeweiligen Berufsfachschulen in freier Trägerschaft.

Lebensunterhalt:

Während der Ausbildung kann unter Umständen BAföG bezogen werden. Um herauszubekommen, ob eine individuelle Förderung durch BAföG für Sie möglich wäre, informieren Sie sich bitte bei dem für Sie zuständigen Kommunalen Ausbildungsamt.

Neu seit Mai 2015: Teilzeitausbildung Sozialassistenz für Beschäftigte in Kitas

Für Drittkräfte in Krippengruppen sowie weitere Kräfte in Kindertagesstätten, die die Zugangsvoraussetzungen für den Einstieg in die Klasse 2 Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/Assistent erfüllen und eine tätigkeitsbegleitende Ausbildung zur Sozialassistenz absolvieren wollen, besteht die Möglichkeit auf Förderung durch das Land Niedersachsen. Je Teilnehmerin oder Teilnehmer wird ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von 150,- € gezahlt. Darüber hinaus ist eine Erstattung des Schulgeldes möglich, wenn ein solches für die berufsbegleitende Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule in freier Trägerschaft erhoben wird.